Wohnen

Die angemessene Versorgung mit Wohnraum gehört zu den von Bund und Kantonen angestrebten Sozialzielen. Im städtischen Umfeld sind günstige Wohnungen rar. Für einkommensschwache Haushalte sind die Wohnkosten eine grosse Belastung. Sie können in eine Armutsspirale führen oder bestehende Armutslagen zementieren. Für Betroffene gibt es vielfältige Massnahmen, die auf eine Verbesserung ihrer Wohnsituation abzielen.

Sozialhilfestatistiken bestätigen, dass Wohnkosten für armutsbetroffene Haushalte in der Regel den grössten Budgetanteil ausmachen und zu Einschränkungen in anderen Lebensbereichen führen können (z.B. Kleider, Ernährung, Gesundheit). Menschen in Armut kann allgemein beschrieben werden als Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial)...
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und prekären Lebenslagen haben nicht nur Mühe, Wohnraum zu finden, sondern auch diesen zu halten. Bei der Wohnversorgung ist neben den monetären Leistungen (z.B. Wohnzuschüsse, Mietzinsgarantien) auch eine nicht-monetäre Unterstützung bei der Vermittlung und Sicherung von Wohnraum angesagt: Um Kündigungen entgegenzuwirken – und im Sinne der Armutsprävention – geht es darum, die Wohnkompetenzen zu stärken. Damit Betroffene langfristig in ihrer Wohnung bleiben können.

Zentrale Akteure im Bereich Wohnen und bei der Förderung von günstigem Wohnraum sind das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) sowie Institutionen auf kantonaler und kommunaler Ebene. Laut Bundesverfassung sind insbesondere die Interessen von Familien, Betagten, Bedürftigen und Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen. Der Bund fördert den gemeinnützigen Wohnungsbau, setzt sich für die Verbilligung der Wohnkosten ein und erlässt Vorschriften gegen Missbräuche im Mietwesen. Weitere staatliche, halbstaatliche und private Akteure erbringen monetäre sowie nicht-monetäre Dienstleistungen für armutsgefährdete und -betroffene Menschen.

Das Nationale Programm gegen Armut kann allgemein beschrieben werden als Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial)...
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publizierte gemeinsam mit dem BWO die Studie „Wohnversorgung in der Schweiz - Bestandsaufnahme über Haushalte von Menschen in Armut kann allgemein beschrieben werden als Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial)...
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und in prekären Lebenslagen“. Danach wurde eine zweite Studie zu den „nicht monetäre Dienstleistungen im Bereich Wohnen“ publiziert. Darauf aufbauend lässt das Nationale Programm gegen Armut kann allgemein beschrieben werden als Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial)...
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einen Leitfaden für Fachpersonen sowie Entscheidträger der Wohnraum-& Sozialpolitik in den Kantonen, Städten und Gemeinden erstellen. Dieser soll zur praktischen Orientierung im Bereich der nicht-monetären Dienstleistungen und der Solidarhaftung dienlich sein.

"Ein Projekt über die Stadtgrenzen hinaus", Domicil Plus Zürich (2017), BWO

Das auf drei Jahre angelegte Projekt Domicil Plus hat Tätigkeit von Domicil über die Stadtgrenze hinaus erweitert und kantonsweit bekannt gemacht.

"Neues Dossier «Wohnen» und aktualisierte Praxisbeispiele", SKOS (2017)

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS hat auf ihrer Website ein neues Themendossier publiziert – mit Studien, Links und News rund ums Thema «Armut und Wohnen». Zudem wurden die Online-Beispiele aus der Sozialhilfepraxis aktualisiert.

"Wohnsitzwechsel aus wirtschaftlichen Gründen? Analyse der Wohnmobilität in sechs Agglomerationen", BWO (2017)

Eine Studie widerlegt die weit verbreitete Annahme, wonach einkommensschwache Haushalte zunehmend aus städtischen Gebieten wegziehen.


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Wohncoaching, Pilotprojekt, Luzern

Das Pilotprojekt Wohncoaching der Sozialen Dienste der Stadt Luzern unterstützt Bedürftige bei der Wohnungssuche und in Fragen zur Wohnsituation


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