26. November 2018

Case Management in der Berufsbildung wirkt!

Eine kürzlich publizierte Bachelor-Arbeit an der Berner Fachhochschule Soziale Arbeit befasst sich mit der individuellen Begleitung und Unterstützung Jugendlicher und junger Erwachsener durch das Case Management Berufsbildung (CMBB). Die Studie zeigt: Die Massnahme ist erfolgreich.

CMBB unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen der Berufseinstieg stark gefährdet ist, einen nachobligatorischen Abschluss auf Sekundarstufe II zu erzielen. Im Zentrum der individuellen Unterstützung und Begleitung steht das Coaching – als Hilfe zur Selbsthilfe. Titel der mit Bestnote abgeschlossenen Bachelor-Arbeit: «Individuelles Begleiten, Unterstützen und Coachen im CMBB. Eine explorative Untersuchung hinsichtlich der wesentlichen Wirkfaktoren aus der Sicht ehemaliger Klientinnen und Klienten». Die Wirkungsforschung im Bereich des Coachings von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Übergangsphase in die Berufswelt ist noch nicht sehr weit fortgeschritten.
Der Autor hat frühere CMBB-Nutzniesser befragt und das dabei gewonnene Datenmaterial mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Es resultieren fünf zentrale Wirkfaktoren: 1. Akzeptierende, wertschätzende und empathische Haltung, 2. Zur Verfügung stehende, vertrauensvolle Bezugs- und Fachperson, 3. Individuelle Massnahmen und Unterstützungsleistungen, 4. Freiwilligkeit und Mitbestimmung, 5. Struktur, Verbindlichkeit und Zielorientierung. Des weiteren war für alle Befragten eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung zur Case Managerin von grosser Bedeutung. Zudem fällt auf, dass alle Interviewten davon überzeugt sind, dass es ihnen ohne CMBB nicht gelungen wäre, eine Berufsausbildung abzuschliessen. Fazit der positiven Wirkungszuschreibungen: CMBB sollte zweifelsohne weiterhin angeboten und wenn möglich ausgebaut werden.

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