8. Oktober 2018

Armutsindikator: Basel-Stadt zuoberst

Das Bundesamt für Statistik BFS hat die Ergebnisse 2015 und 2016 des Armutsindikators NFA publiziert. Angestiegen ist der Indikatorwert insbesondere in den Kantonen Solothurn und Basel-Stadt, während er in Zürich und Glarus zurückging.

Der Armutsindikator ist einer von mehreren Indikatoren, die im Rahmen der Neugestaltung des nationalen Finanzausgleichs (NFA) zur Ermittlung des soziodemografischen Lastenausgleichs herangezogen werden, um die Beiträge des Bundes an die Kantone zu berechnen. Der Armutsindikator NFA basiert auf der Statistik der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger in der Schweiz (Sozialhilfe im weiteren Sinn). Er spiegelt die finanzielle Belastung der Kantone bei der Bekämpfung der Armut kann allgemein beschrieben werden als Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial)...
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Armut
. Die Ausgleichszahlungen an zwölf Kantone mit Sonderlasten in der Höhe von voraussichtlich 362 Millionen Franken für das Jahr 2019 richten sich nach dem Armutsindikator 2016.
Basel-Stadt weist den höchsten Indikatorwert auf, gefolgt von Genf und Neuenburg. In den Zentral- und Ostschweizer Kantonen liegt die Empfängerquote der Sozialhilfe im weiteren Sinn unter dem Durchschnitt. Die Kantone werden seit 2005 jedes Jahr anhand ihres Armutsindikators klassiert, die Reihenfolge hat sich seither kaum verändert: Die ersten fünf Plätze gehörten stets den Kantonen Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Tessin und Waadt.

BFS-Dokumentation zum Armutsindikator NFA