3. April 2018

2016: 3,9% Wachstum bei den Sozialhilfeausgaben

Im Jahr 2016 beliefen sich die Ausgaben für wirtschaftliche Sozialhilfe in der Schweiz auf 2,7 Milliarden Franken. Der Anteil an der landesweiten Gesamtrechnung zur sozialen Sicherheit in Höhe von 162 Milliarden Franken beträgt damit knapp 1,7%.

Die Mehrausgaben sind unter anderem mit der grösseren Anzahl unterstützter Menschen erklärbar. Pro Empfängerin und Empfänger wirtschaftlicher Sozialhilfe – auch Sozialhilfe im engeren Sinn genannt – entfielen übers Jahr durchschnittlich 9961 Franken. Diese neusten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik BFS zeigen: Das Wachstum der Sozialhilfekosten bewegt sich im Rahmen der vergangenen Jahre (Zunahme von 5,6% anno 2014, von 2,1% anno 2015).
Um Personen davor zu bewahren, wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen zu müssen, richten die Kantone vorgelagerte bedarfsabhängige Sozialleistungen aus. Alle Leistungen bilden zusammen die so genannte Sozialhilfe im weiteren Sinn. 2016 gaben Bund, Kantone und Gemeinden hierfür total 8,2 Milliarden Franken aus (plus 0,2 Mrd. zum Vorjahr). Nahezu 60% davon entfielen auf die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, ein weiteres Drittel auf die wirtschaftliche Sozialhilfe. Die übrigen Leistungen wie Alters- und Invaliditätsbeihilfen, Arbeitslosenhilfen, Alimentenbevorschussung oder Wohnbeihilfen umfassten 6,8% dieser Kosten. Die prozentualen Anteile von Bund (17,9%), Kantonen (44,6%) und Gemeinden (36,8%) an allen Ausgaben verändern sich kaum.

BFS-Dossier zur Sozialhilfe 2016