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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Dieser Newsletter liefert aktuelle Informationen zum Thema frühe Förderung. Es freut uns, Ihnen zunächst den Schlussbericht über die sechs regionalen Seminare zu den Strategien der frühen Förderung in kleinen und mittleren Gemeinden vorzustellen. Ausserdem lassen wir Ihnen den ersten Bericht des teilweise durch das Nationale Programm finanzierten Projekts «Spielend Brücken bauen – ping:pong» des Vereins a:primo zukommen.
Gerne stellen wir Ihnen zudem drei aktuelle Praxisbeispiele zur Umsetzung des «Modells der kontinuierlichen Bildungschancen» von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalten sowie das vom Bundesamt für Gesundheit erarbeitete Strategiepapier zur Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit vor.
Am Ende des Newsletters finden Sie wie immer die Agenda. Diese bietet einen Überblick über die Anlässe im Bereich Armutsprävention und Armutsbekämpfung bis Ende 2018.

Wir wünschen eine gute Lektüre.

Das Team des Nationalen Programms gegen Armut

 

 


Frühe Förderung in Gemeinden: Schlussbericht über die regionalen Seminare
2017 und 2018 setzte das Nationale Programm gegen Armut gemeinsam mit dem Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) und in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Städteverband (SSV) das Projekt «Die Gemeinden als strategische Plattform und Netzwerker der Frühen Förderung» um. Ziel des Projekts war es, die kleinen und mittleren Gemeinden für das Thema frühe Förderung zu sensibilisieren, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zusammenzutragen, sie bei der Umsetzung von kommunalen Strategien und Konzepten zu unterstützen und die Vernetzung im Bereich der frühen Förderung zu stärken. Zu diesem Zweck fanden im Frühjahr 2018 sechs regionale Seminare in der ganzen Schweiz statt.
Der Schlussbericht stellt die wichtigsten Resultate sowie die von den Autorinnen und Autoren formulierten Empfehlungen vor. Die Diskussionen im Rahmen der Seminare zeigen, dass die gemeinsam vom Programm und vom SGV erarbeiteten Unterlagen, der Austausch über Good Practices sowie die Vernetzungsmöglichkeiten als sehr nützlich erachtet werden. Für die Gemeinden, die eine Strategie zur frühen Förderung umsetzen wollen, bleibt die Hauptschwierigkeit, auf kommunaler und kantonaler Ebene Verbündete zu finden und somit auf ein breit abgestütztes Engagement und eine solide politische Verankerung zählen zu können. Die Autorinnen und Autoren des Berichts empfehlen daher den betroffenen Gemeinden, sich weiterhin um eine gute Vernetzung zu bemühen.

Download Schlussbericht


Zwischenergebnisse des Projekts «Spielend Brücken bauen – ping:pong» des Vereins a:primo
Das Frühförderprogramm ping:pong will Kindern einen guten Übertritt in den Kindergarten ermöglichen, indem Treffen mit Eltern organisiert werden und ihnen Raum für Austausch und Gespräche geboten wird. Dadurch werden Brücken zwischen der Familie und den vorschulischen und schulischen Einrichtungen gebaut, sodass die Eltern eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung ihrer Kinder wahrnehmen und deren Bildungschancen fördern können. Das Nationale Programm gegen Armut hat das Programm zwischen 2016 und 2018 finanziell unterstützt, und die Pädagogische Hochschule (PH) Bern stellt im Auftrag des Vereins a:primo während vier Jahren die wissenschaftliche Begleitung des Projekts sicher. Nach Abschluss des ersten Jahres verfasste die PH Bern einen Bericht über die erste Umsetzungsphase des Modells mit dem Titel «ping:pong KiTa». Insgesamt beteiligten sich sechs Kindertagesstätten in den Kantonen Bern, Zürich und Aargau an dieser Pilotphase.
Die ersten Ergebnisse des Berichts zeigen, dass die Teilnahme an den Treffen die Kontakte zwischen den Eltern und dem Kitapersonal verbessern kann. Die Eltern scheinen auch eine bessere Beziehung zu ihren Kindern zu haben und ihnen bewusst mehr Zeit zu widmen. In der Evaluation der PH Bern werden Empfehlungen für den Erfolg solcher Elterntreffen formuliert. Insbesondere werden Fragen zur unterschiedlichen Sprachherkunft der Eltern und der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Moderierenden thematisiert.

Der Bericht der PH Bern ist auf dieser Webseite verfügbar.

Kontinuierliche Bildungschancen in der Praxis
Wie können Bildungschancen kontinuierlich gefördert werden? Drei Beispiele aus der Praxis geben einen Einblick und benennen Erfolgsfaktoren und Herausforderungen.
Das Modell «Kontinuierliche Bildungschancen» verdeutlicht, wie wichtig aufeinander abgestimmte Angebote von der frühen Kindheit über die berufliche Einmündung bis zum Berufsabschluss sind. Es wurde im Rahmen des Nationalen Programms gegen Armut entwickelt (Link Studie). Das Modell verweist darauf, dass Gemeinden, Städte und Kantone wie auch Organisationen der Zivilgesellschaft gemeinsam dafür sorgen müssen, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen während der gesamten Bildungslaufbahn Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen, die dazu beitragen, nachteilige Auswirkungen von Armut zu mildern respektive zu verhindern.
Wie lässt sich dieses Ziel in der Praxis umsetzen? Wo bestehen in der Schweiz Ansätze und Grundlagen solcher Netzwerke, die sich der kontinuierlichen Förderung von Bildungschancen verschrieben haben? Wie funktionieren sie? Was sind ihre Erfolgsfaktoren? Und wo sehen die Verantwortlichen die grössten Herausforderungen? Die drei Praxisbeispiele, angesiedelt an drei zentralen Übergängen in der Bildungsbiographie, geben einen kurzen Einblick in die jeweilige Arbeitsweise der bestehenden Angebote:

  • Die «Fachstelle Frühförderung Stadt Winterthur» gewährleistet als zentrale Koordinationsstelle, dass Familien ab Geburt bis zum Schuleintritt ihrer Kinder passende Unterstützungsangebote finden.
  • In der Grenchen dient der «Vorkindergarten» der Verbesserung der Chancengleichheit am wichtigen Übergang vom Vorschulbereich zur obligatorischen Schule.
  • In der «Betreuungskette Kanton Bern» werden Jugendliche in der Sozialhilfe bis zum erfolgreichen Abschluss und Eintritt in den Arbeitsmarkt vom kantonalen Case Management Berufsbildung und den kommunalen Sozialdiensten gemeinsam begleitet.

Download der Praxisbeispiele – Nachahmung empfohlen!


Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist sich der wichtigen Rolle der frühen Kindheit für die Entwicklung oder die Prävention bestimmter nichtübertragbarer Krankheiten bewusst. Im Rahmen der Nationalen Strategie "Prävention nichtübertragbarer Krankheiten" (NCD-Strategie) unterstützt das BAG die Aktivitäten seiner Partner, mit dem Ziel die Gesundheitsförderung und die Prävention in der frühen Kindheit zu verbessern. Zu diesem Zweck hat es ein Strategiepapier erstellt, das eine Reihe konkreter Massnahmen formuliert, die sich auf Handlungsfelder der NCD-Strategie stützen. Die Massnahmen wurden unter Berücksichtigung der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Resultate einer Diskussionsrunde mit den wichtigsten Partnern des Themenbereichs frühe Kindheit erarbeitet. Daran beteiligt war insbesondere auch das Team des Nationalen Programms. Damit sollen die Angebote gefördert werden, mit denen benachteiligte Familien erreicht werden können. Ausserdem will das BAG die Vernetzung der Entscheidungsträger und Fachleute für frühe Kindheit fördern und die betroffenen Akteure sensibilisieren, indem die im Rahmen der NCD-Strategie unterstützten Forschungsergebnisse verbreitet werden.

Das Strategiepapier kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden. 




Fachkurs «Einführung in die öffentliche Sozialhilfe», SKOS
Montag, 19. November 2018, 13.00 bis 18.00 Uhr, Olten 

«Nationale Fachtagung frühe Kindheit», Netzwerk Kinderbetreuung
Montag, 19. November 2018, 13.15 bis 17.00 Uhr, Bern

"Unterkünfte für Obdachlose"
Donnerstag, 22. November 2018, 9.30 bis 17.00 Uhr, Lausanne

Fachtagung:"Stellenmeldepflicht - Best Practice und Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven"
Dienstag, 11. Dezember 2018, 13.00 bis 17.00 Uhr, Biel

Caritas-Forum 2019: "Die Digitalisierung und ihre sozialen Folgen"
Freitag, 25. Januar 2019, 9.30 bis 15.30 Uhr, Bern






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Nationales Programm gegen Armut
Bundesamt für Sozialversicherungen, Effingerstrasse 20, CH-3003 Bern
www.gegenarmut.ch

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