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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser

Wir freuen uns, Sie zur Nationalen Konferenz gegen Armut 2018 am 7. September in Bern einzuladen. An der Konferenz ziehen die Programmpartner Bilanz über das Nationale Programm gegen Armut. Politische Vertreterinnen und Vertreter, Fachpersonen und Verantwortliche der Armutsprävention und -bekämpfung sowie von Armut betroffene Personen diskutieren aktuelle Herausforderungen und die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren. Mehr Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie in diesem Newsletter.
In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen ausserdem die Ergebnisse zweier Pilotprojekte vor, welche das Frühförderprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» in Zürcher Gemeinden bzw. im Kanton Tessin eingeführt haben.
Am Schluss des Newsletters finden Sie wie üblich unsere Hinweise auf Veranstaltungen im Bereich Armutsbekämpfung und -prävention.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Team Nationales Programm gegen Armut


 

Einladung zur Nationalen Konferenz gegen Armut 2018: Bilanz und Ausblick

Freitag, 7. September 2018, 9:15 – 17:00 Uhr
Fabrikhalle 12, Bern

An der Nationalen Konferenz gegen Armut zieht Bundespräsident Alain Berset am Vormittag mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kantone, Städte, Gemeinden sowie der Zivilgesellschaft Bilanz über die Ergebnisse des Nationalen Programms gegen Armut (2014 – 2018). Im Fachteil der Konferenz am Nachmittag werden in insgesamt neun parallelen Workshops Ergebnisse aus den zentralen Handlungsfeldern des Nationalen Programms gegen Armut vorgestellt sowie der Handlungsbedarf und die Zusammenarbeit in den Jahren 2019 – 2024 diskutiert.
An der Konferenz werden auch armutsbetroffene Menschen teilnehmen. Mehrere Betroffenenorganisationen haben bereits an der Vorbereitung des Programms mitgewirkt.

Die Konferenz richtet sich an politische Vertreterinnen und Vertreter sowie Fachpersonen aus den verschiedenen Bereichen der Armutsprävention. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr Informationen und Anmeldung




Frühförderprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» - Erkenntnisse aus zwei Projekten in Zürcher Gemeinden und im Kanton Tessin 

Das Nationale Programm gegen Armut hat zwischen 2015 und 2018 zwei Projekte unterstützt, um das Hausbesuchsprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» in kleineren und mittleren Zürcher Gemeinden bzw. im Kanton Tessin aufzubauen. Das Programm PAT betreut und unterstützt vulnerable Familien mit bis zu dreijährigen Kindern in besonderen Belastungssituationen. Es hat zum Ziel, die Erziehungskompetenzen der Eltern und Bildungschancen der Kinder zu stärken und die Lebenssituationen der Familien langfristig zu stabilisieren. Anhand der Erkenntnisse aus den beiden Projekten lassen sich Erfolgsfaktoren und Empfehlungen identifizieren, welche für andere an einem Aufbau des Programms PAT interessierten Regionen nützlich sein können.

 

Angebot von «zeppelin – familien startklar» in Zürcher Gemeinden
Evaluation der Einführung und Umsetzung des Frühförderprogramms «PAT – Mit Eltern Lernen» in Gemeinden und Städten im Kanton Zürich

Das Programm PAT wurde in der Schweiz erstmals in der Agglomeration Zürich eingeführt und in der Folge im Rahmen von «Zeppelin – familien startklar» auf mittlere und kleinere Gemeinden ausgeweitet. Hierzu wurde mit Unterstützung durch den Kanton Zürich und das Nationale Programm gegen Armut eine Fachstelle in privater Trägerschaft geschaffen. Zentrale Herausforderungen waren sowohl die Bekanntmachung des Angebotes bei den zuweisenden Stellen (insbesondere Hebammen und Geburtskliniken, Mütter- und Väterberatung wie auch Sozialberatungsstellen) sowie die Gewinnung der Gemeinden zur Finanzierung der Leistungen. Gerade für kleinere Gemeinden erwiesen sich u.a. die finanziellen Hürden am Programm teilzunehmen als hoch. Zielführender wäre in diesem Fall eine Kooperationslösung mehrerer kleineren Gemeinden. In nahezu allen Gemeinden war eine Kostenbeteiligung des Kantons von mindestens 50% Voraussetzung für eine PAT-Familienbegleitung. Die Evaluation zeigt, dass eine kantonale Regelung der Finanzierung für eine langfristige und flächendeckende Implementierung ein Schlüsselkriterium ist. 

Die Projektevaluation finden Sie auf unserer Website. 

 

Förderprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» im Kanton Tessin
Schlussbericht über die Einführung und Umsetzung des Frühförderprogramms PAT im Kanton Tessin

Die Associazione Progetto Genitori (APG) wurde vom Kanton Tessin beauftragt, das Förderprogramm PAT in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Spitex-Organisationen aufzubauen. Für die Gemeinden fallen keine Kosten an. Das Förderprogramm PAT wird hauptsächlich vom Kanton finanziert. In der Aufbauphase wurde es zudem vom Nationalen Programm gegen Armut unterstützt.
Um Familien in vulnerablen Situationen identifizieren und Kontakt mit ihnen aufnehmen zu können, setzt das Projekt auf Fachpersonen aus dem Frühbereich, insbesondere Säuglingspflegerinnen und Hebammen. Diese haben sich als wichtige Akteurinnen erwiesen und ermöglichen mit ihrer vernetzten Arbeit eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Der Schlussbericht betont, wie gut das Zielpublikum durch diese Akteurinnen erreicht werden kann. Gleichzeitig schlägt er aber vor, auch andere Berufsgruppen des Frühbereichs in das Projekt zu integrieren (z. B. Gynäkolog/innen). Als weiteres wichtiges Element nennt der Bericht die finanzielle Unterstützung. Analog zum Projekt in Zürich sichert eine Finanzierung auf Kantonsebene das Programm finanziell ab und sorgt dafür, dass vulnerable Familien betreut werden, unabhängig vom Wohnort und ohne zusätzliche finanzielle Hürden. Weiter weist der Bericht auf die formellen Herausforderungen bei den nötigen Übersetzungsarbeiten hin. Er empfiehlt ausserdem, sich auf das bestehende Netz aus Akteuren im Frühbereich zu stützen und bei der (Weiter-)Entwicklung von PAT-Frühförderprogrammen regionale und kantonale Besonderheiten einzubeziehen.

Die Projektevaluation finden Sie auf unserer Website.  




3. Nationale Tagung Gesundheit und Armut «Arm und krank - ein Leben lang?», BFH 
Freitag, 22. Juni 2018, von 9.00 bis 17.00 Uhr, Bern

Sympsoium frühe Kindheit - Blitzlichter aus Forschung, Praxis und Politik, Public Health Schweiz 
Dienstag, 28. August 2018, 9.15 bis 12.45 Uhr, Bern

Nationale Konferenz gegen Armut, Bundesamt für Sozialversicherungen 
Freitag, 7. September 2018, 9.15 bis 17.00, Bern

SKOS-Forum «Fallbelastung in der Sozialhilfe», SKOS und Städteinitiative Sozialpolitik 
Montag, 10. September 2018, von 9.30 bis 16.45 Uhr, Olten

3. Fachtagung Sozialplanung und Soziale Arbeit «Falsches Wohnen in der offenen Gesellschaft?», FHNW 
Donnerstag, 13. September 2018, von 9.00 bis 16.30 Uhr, Olten

Fachkongress «Spielzeit - Zeit zum Spielen», SSLV 
Samstag, 15. September 2018, von 8.30 bis 16.15 Uhr, Baden

Tagung «Ausgebildet für alle Fälle!», Avenir Social 
Freitag, 28. September 2018, 9.00 bis 16.30 Uhr, Freiburg






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Nationales Programm gegen Armut
Bundesamt für Sozialversicherungen, Effingerstrasse 20, CH-3003 Bern
www.gegenarmut.ch

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