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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser

In diesem Newsletter präsentieren wir Ihnen eine Synthese der Ergebnisse der zwischen 2015 und 2018 geförderten Projekte im Bereich Bildungschancen. Zentrale Erfolgsfaktoren für Projekte sind unter anderem eine gute Vernetzung und ein niederschwelliger Zugang, wie die Studie „Ergebnisse aus den geförderten Projekten im Handlungsfeld Bildungschancen“ aufzeigt. Mehr zur Bedeutung der Vernetzung speziell in der frühen Förderung lesen Sie ausserdem im Abschlussbericht zum Projekt „Netzwerkarbeit der freipraktizierenden Hebammen in der Schweiz“.
Niederschwellige Zugänge zu Informationen und Beratung für armutsbetroffene Menschen wurden an einem Fachseminar diskutiert, welches am 12. März 2018 in Bern stattgefunden hat. Mehr dazu erfahren Sie ebenfalls in diesem Newsletter.
Unsere Hinweise auf Veranstaltungen im Bereich Armutsbekämpfung und -prävention finden Sie wie üblich am Schluss des Newsletters.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Team Nationales Programm gegen Armut


Studie „Ergebnisse aus den geförderten Projekten im Handlungsfeld Bildungschancen“

Bildung ist ein wichtiger Schlüssel der Armutsprävention. Um die Bildungschancen von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter zu stärken und Impulse zur Weiterentwicklung von Angeboten zu geben, hat das Nationale Programm gegen Armut zwanzig Pilot- und Modellprojekte sowie sieben Forschungsprojekte und Evaluationen finanziell unterstützt und fachlich begleitet.
Die vorliegende Studie fasst die Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Projekte zusammen. Sie kommt zum Schluss, dass unter anderem die Vernetzung ein zentraler Erfolgsfaktor ist. So können die Zielgruppen besser erreicht sowie Synergien geschaffen und Lücken geschlossen werden. Dies gelingt, wenn sich die Fachleute kennen und sich als Teil eines Netzwerkes verstehen, das über die Grenzen ihres eigenen Bereichs oder Angebots hinausgeht.
Dazu wurde im Rahmen der Studie ein Modell der „kontinuierlichen Bildungschancen“ entwickelt. Dieses verweist darauf, dass eine effektive Armutsprävention nicht auf Einzelmassnahmen beruht. Sie muss im Gegenteil dafür sorgen, dass von der frühen Kindheit über die berufliche Einmündung bis zum Berufsabschluss von Erwachsenen kontinuierliche und aufeinander abgestimmte Angebote bereitstehen. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Lücken entstehen, und Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sowie Erwachsene die – zum Teil nur punktuell erforderliche – nötige Unterstützung erhalten.

Die Studie als PDF zum Downloaden, sowie Informationen zur Bestellung einer Druckversion erhalten Sie auf unserer Website.

Hebammen sind für frühe Förderung wegweisend
Schlussbericht „Netzwerkarbeit der freipraktizierenden Hebammen in der Schweiz – Zugang der Familien mit Neugeborenen zu Angeboten der frühen Förderung“

Mütter und Väter sind mit der Geburt eines Kindes oft hoch motiviert, eigene Kompetenzen zu stärken: Sie wollen ihrem Nachwuchs gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten. In der vom Nationalen Programm gegen Armut unterstützten Studie wird der aktuelle Forschungsstand zur multiprofessionellen Zusammenarbeit bei der Stärkung von Elternkompetenzen gezeigt. Sie analysiert Struktur und Merkmale der Netzwerkarbeit von freipraktizierenden Hebammen und formuliert Empfehlungen zuhanden von Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sowie von Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich.
Hebammen sind kraft ihres niederschwelligen und aufsuchenden Versorgungsangebots während der Schwangerschaft und nach der Geburt wichtige Kooperationspartnerinnen auch für Akteure aus dem Sozialbereich. Sozial benachteiligten Familien können Hebammen den Weg zu Angeboten der frühen Förderung ebnen. Sie leisten damit einen Beitrag zur familienorientierten frühen Förderung und zur Verbesserung der Chancengleichheit. Vorausgesetzt, sie sind gut vernetzt und identifizieren sich mit einer Rolle, welche über das angestammte Berufsbild hinausgeht. Die Netzwerkarbeit ist mit einem hohen zeitlichen Engagement verbunden, die Vergütung dieser Leistungen nicht geklärt. Hebammen sollten als Wegbereiterinnen für frühe Förderung anerkannt werden. Zudem benötigen sie Fort- und Weiterbildungsangebote, um entsprechende Kompetenzen zu verfeinern und zu vervielfachen.

Den Abschlussbericht des Projektes finden Sie auf unserer Website.

Niederschwellige Informationen und Beratung für armutsbetroffene Menschen

Für armutsbetroffene Menschen gestaltet sich die Suche nach Informationen oft schwierig. Wie können Informationen leichter zugänglich gemacht werden?
Fachpersonen aus Gemeinden, Städten, Kantonen, NGOs sowie der Wissenschaft haben gemeinsam mit armutsbetroffenen Personen am Fachseminar des Nationalen Programms gegen Armut vom 12.3.2018 in Bern diskutiert, wie der Zugang zu Informationen verbessert werden kann. Dabei wurden die drei zentralen Themenbereiche „Online-Informationen“, „persönliche Beratung und Triagestellen“ sowie „Rechtsberatung und Ombudsstellen“ diskutiert. In allen Themen konnten Good-Practice-Beispiele präsentiert werden. Es besteht jedoch noch grosses Ausbaupotenzial an niederschwelligen Angeboten. Der leichte Zugang zu Angeboten, die Kombination von niederschwelligen Beratungsleistungen durch Freiwillige und Fachpersonen, genügend Ressourcen und die Begegnung auf Augenhöhe wurden als wichtige Aspekte identifiziert. Angeregt wurden auch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Anbietern sowie ein regelmässiger Wissensaustausch.

Sie finden die Präsentationen des Seminars auf der Website.

Arm und krank – ein Leben lang?

Gesundheit ist in unserer Gesellschaft ungleich verteilt. Sozial benachteiligte Menschen haben geringere Chancen, ein gesundes Leben zu führen – auch in der Schweiz. Die dritte nationale Tagung Gesundheit & Armut fragt nach den gesundheitlichen Folgen von Armut in der Lebenslaufperspektive.

Wann: Freitag, 22. Juni 2018, 9:00 bis 17:00
Wo: UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern

Programm und Anmeldung

Aktuelle Links zum Thema:




Informationsanlass Förderschwerpunkt «Grundkompetenzen am Arbeitsplatz», SVEB
Mittwoch, 16. Mai 2018, von 14.30 bis 17.00 Uhr, Zürich

Informationsanlass Förderschwerpunkt «Grundkompetenzen am Arbeitsplatz», SVEB
Donnerstag, 24. Mai 2018, von 14.30 bis 17.00 Uhr, Bern

SKOS-Mitgliederversammlung 2018 «Existenzsicherung für Personen über 50», SKOS
Dienstag, 24. Mai 2018, von 9.00 bis 13.00 Uhr, Liestal

Frühe Förderung: Seminar für kleinere und mittlere Gemeinden, BSV, SGV, SSV
Freitag, 25. Mai 2018, von 13.30 bis 17.00 Uhr, Zug

Konferenz "Sozialhilfe wirkt!" Städteinitiative Sozialpolitik
Freitag, 8. Juni, von 10.00 bis 13.15 Uhr, Baden

Dialoganlass "Gelingende Elternzusammenarbeit im Kontext der Armutsprävention in der frühen Kindheit", Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz
Donnerstag, 14. Juni 2018, von 13.00 bis 16.30 Uhr, Olten

3. Nationale Tagung Gesundheit und Armut «Arm und krank - ein Leben lang?», BFH
Freitag, 22. Juni 2018, von 9.00 bis 17.00 Uhr, Bern

SKOS-Forum «Fallbelastung in der Sozialhilfe», SKOS und Städteinitiative Sozialpolitik
Montag, 10. September 2018, von 9.30 bis 16.45 Uhr, Olten

3. Fachtagung Sozialplanung und Soziale Arbeit «Falsches Wohnen in der offenen Gesellschaft?», FHNW
Donnerstag, 13. September 2018, von 9.00 bis 16.30 Uhr, Olten

Fachkongress «Spielzeit - Zeit zum Spielen», SSLV
Samstag, 15. September 2018, von 8.30 bis 16.15 Uhr, Baden


Save the date:

Nationale Konferenz gegen Armut, Bundesamt für Sozialversicherungen
Freitag, 7. September 2018, Bern






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Nationales Programm gegen Armut
Bundesamt für Sozialversicherungen, Effingerstrasse 20, CH-3003 Bern
www.gegenarmut.ch

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